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Beim Flugzeugschlepp oder kurz F-Schlepp hängt man ein Segelflugzeug mittels eines 30 bis 60 Meter langen Schleppseiles an ein ausreichend starkes Schleppflugzeug an. Neben einem normalen Motorflugzeug dienen auch Ultraleichtflugzeuge oder ausreichend starke Motorsegler als Schleppflugzeuge. Der Schlepppilot bringt das Segelflugzeug nach Möglichkeit in einen Aufwind.

Ein Helfer hält, nach dem er das Seil an beiden Maschinen eingeklinkt hat, die Flächen des Segelflugzeuges waagerecht. Gibt der Flugzeugführer des Segelflugzeugs über Funk die Bereitschaft zum Start durch "Seil straffen!", bestätigt dies der Motorflugpilot im Schleppflugzeug z.B. durch "ziehe Seil straff". Dabei rollt die Schleppmaschine langsam vor. Üblicherweise folgt dann vom Segelflieger das Funkkomando "Seil straff, Start!" worauf der Schleppilot das Schleppflugzeug zum Start beschleunigt. Das Segelflugzeug hebt normalerweise zuerst ab und signalisiert das dem Schleppiloten über Funk durch das Kommando "Frei". Vereinzelt werden die Kommandos auch noch durch Handzeichen signalisiert. Dabei signalisiert der Helfer an der Fläche mit Handzeichen, wann das Seil gestrafft ist.

Beim Beschleunigen auf der Piste läuft der Helfer solange mit, bis das Segelflugzeug auch ohne seine Hilfe die Flächen horizontal halten kann, also genügend Winddruck auf den Querrudern hat.

Wichtig für den Piloten im Motorflugzeug ist, das schlaffe Schleppseil nicht mit voller Fahrt straff zu ziehen, da die Elastizität des Schleppseiles bewirken würde, dass sich das Schleppseil ruckartig anspannt und entspannt und so Lastspitzen in die Flugzeugstruktur einleiten würde oder die Sollbruchstelle reißt.

Beim Start hebt das Segelflugzeug zuerst ab, da es aufgrund seiner Aerodynamik bei geringeren Geschwindigkeiten früher flugfähig ist als die Schleppmaschine. Solange die Schleppmaschine noch nicht abgehoben hat, gilt es, das Segelflugzeug flach am Boden zu halten (ca 30-50 cm), um das Heck des Schleppflugzeuges mit dem Schleppseil nicht hochzuziehen und somit das Abheben des Schleppflugzeuges zu verhindern oder sogar einen Unfall herbeizuführen. Sind beide Flugzeuge bei ca. 100 km/h abgehoben, hat der Segelflugpilot dem Schleppflugzeug exakt zu folgen. Im Gradeausflug fliegt der Segelflugpilot so, dass das Schleppflugzeug sich aus seiner Sicht auf der Horizontlinie befindet bzw. bei Tiefdeckern Flächen und Höhenruder der Schleppmaschine eine Linie ergeben. Im Kurvenflug steuert der Segelflugpilot etwas auf das Kurvenäußere Querruder der Schleppmaschine.

In der Ausbildung wird der sogenannte Kastenflug trainiert. Dabei soll der Schüler lernen, seinen Flug im Schleppzug zu kontrollieren. Der Schüler soll zunächst seitlich zum Schleppflugzeug fliegen, dann absinken, unter dem Propellerstrahl des Schleppflugzeuges zur anderen Seite fliegen und wieder in Normalfluglage steuern. Der Flugweg sollte dabei ein Rechteck hinter der Schleppmaschine beschreiben.
Flugzeugschlepp / F-Schlepp
FAQ - Was ist, wenn
mal gar kein Wind weht?
Macht überhaupt nichts, weil Segelflugzeuge gar keinen Wind, sondern Aufwind zum Fliegen brauchen.
man in ein Luftloch kommt?
Nichts, denn es gibt keine Luftlöcher, nur Auf- und Abwinde, die das Flugzeug ganz einfach durchfliegt.
kein Aufwind mehr vorhanden ist?
Man landet.
der Flugplatz nicht mehr erreichbar ist?
Dann landet man auf einem geeigneten Feld. Jedes Segelflugzeug ist hierfür konstruiert.
das Schleppseil beim Start reißt?
Hierfür wird in der Ausbildung ein spezielles Verfahren geübt, das jeder Pilot beherrschen muss.