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Abgesehen von der Informationstechnologie gibt es wohl kaum einen Bereich, in dem der Fortschritt in dermaßen großen Schritten vorangeht, wie in der Luft- und Raumfahrt.
Als Lilienthal 1891 seine ersten Gleitflüge bis zu 25m Weite durchführt, halten die meisten Leute, die davon erfahren, ihn für einen Spinner – "Hätte Gott gewollt, daß der Mensch fliegt, hätte er ihm Flügel gegeben" ist eine weitverbreitete Meinung zu diesem Thema.
Lilienthals tödlicher Absturz 1896 unterstützt wieder die Skeptiker: Der Versuch, sich mit einem Flugapparat in die Lüfte zu erheben, konnte nichts als ein Hirngespinst sein.

Doch allen Unkenrufen zum Trotz folgen die neuen Leistungen Schlag auf Schlag:
30 Jahre später fliegt Lindbergh nonstop von New York nach Paris
50 Jahre später durchbricht Chuck Yeager die Schallmauer
75 Jahre später setzt Neil Armstrong als erster Mensch seinen Fuß auf den Mond.

Heute fliegen Serienflugzeuge mehrfache Schallgeschwindigkeit, das Aussetzen von Satelliten im Orbit ist Routine und auch für uns ist es selbstverständlich geworden, uns in ein Flugzeug zu setzen (schließlich ist es das sicherste Verkehrsmittel), um ein paar Stunden später an seinem Urlaubsort auszusteigen.
Wer jetzt meint, daß die Segelflugtechnik dagegen stehengeblieben sei (schließlich fliegen wir Unverbesserlichen immer noch ohne Motor), lasse sich eines Besseren belehren:
Nicht nur waren Segelflieger mit die ersten, die moderne Bautechniken und Materialien wie Glas- und Kohlefaser, Aluminium oder Gemischtbauweisen benutzten, auch lassen sich die Flugleistungen moderner Segelflugzeuge durchaus sehen:
Spielend werden Geschwindigkeiten über 250 km/h erreicht
Der Höhenweltrekord liegt bei 14 km (zum Vergleich: Interkontinentalflüge finden bis ca. 10 km statt)
Die weiteste geflogeneStrecke liegt bei über 3000 km
(schon ein Fortschritt gegenüber den 25 Metern, die Lilienthal bei seinen ersten Versuchen erreichte...)
Moderne Segelflugzeuge erreichen "Gleitzahlen" von über 60 d.h. aus 1 km Höhe kann das Segelflugzeug 60 km weit gleiten.
Beim Start wird das Segelflugzeug durch eine Winde oder ein Motorflugzeug auf eine bestimmte Höhe gebracht.
Anschließend fliegt es auf einer schwach nach unten geneigten Bahn.
Dabei muss es für seinen Gleitflug ständig etwas von seiner Ausgangshöhe opfern. Das Segelflugzeug setzt seine Flughöhe in Flugstrecke um - solange, bis die Höhe verbraucht ist und das Flugzeug landen muß.
Während des Gleitfluges versucht der Segelflieger Thermik zu finden.
Thermik ist von der Sonneneinstrahlung erwärmte Luft, die vom Boden aufsteigt. Diese aufsteigende Luft nutzt der Segelflieger.
Durch ständiges Kreisen bleibt er innerhalb des Aufwindes und klettert mit ihm.
Beim Streckenflug gleitet er dann abwärts zum nächsten Aufwind, gewinnt dort wieder Höhe, gleitet zum übernächsten usw.
Die Anfänge
Rasanter Fortschritt
Einige Segelflug-Superlative
Und all das ohne Motor
Wie fliegt eigentlich ein Segelflugzeug?
FAQ - Was ist, wenn
mal gar kein Wind weht?
Macht überhaupt nichts, weil Segelflugzeuge gar keinen Wind, sondern Aufwind zum Fliegen brauchen.
man in ein Luftloch kommt?
Nichts, denn es gibt keine Luftlöcher, nur Auf- und Abwinde, die das Flugzeug ganz einfach durchfliegt.
kein Aufwind mehr vorhanden ist?
Man landet.
der Flugplatz nicht mehr erreichbar ist?
Dann landet man auf einem geeigneten Feld. Jedes Segelflugzeug ist hierfür konstruiert.
das Schleppseil beim Start reißt?
Hierfür wird in der Ausbildung ein spezielles Verfahren geübt, das jeder Pilot beherrschen muss.