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Beim Windenstart mit Hilfe einer Seilwinde ein Segelflugzeuge über ein Seil in eine Höhe von 300 bis 400 Meter über Grund gezogen - abhängig von Schleppstrecke, Wind und Fluggerätetyp.

Die optimale Schleppgeschwindigkeit für ein Segelflugzeug hängt vom Flugzeugtyp ab und beträgt zwischen 70 und 120 km/h. Nach der Startphase ist die Steiggeschwindigkeit wegen des steilen Steigwinkels des Segelflugzeuge erheblich größer als die Aufrollgeschwindigkeit.
Zu Beginn strafft der Windenfahrer langsam das Seil bis es straff zwischen Segelflugzeug und der Winde liegt. Ist es straff, beschleunigt der Windenfahrer das Flugzeug auf dessen Abhebegeschwindigkeit. Nachdem nun das Segelflugzeug abgehoben ist, muss der Pilot darauf achten innerhalb der ersten hundert Meter Höhengewinn nicht zu steil aufzusteigen (maximal 30°); da er im Falle eines Startabbruchs (aufgrund des Reißen des Seils oder des Ausfallens der Winde) nur wenig Spielraum hat das Flugzeug wieder in Normalfluglage zu bringen und zu landen.
Ab Erreichen der Sicherheitshöhe von etwa 100m, kann der Pilot sich stärk an das Seil "hängen", das heißt unter Beachtung der optimalen Geschwindigkeit (je nach Flugzeug zwischen 100 und 130 km/h) mit dem Höhenruder die Geschwindigkeit steuern. In der Regel steigt dann das Segelflugzeug mit 45° empor.
Windenstart
Den Windenstart unterteilt man in drei Phasen.
FAQ - Was ist, wenn
mal gar kein Wind weht?
Macht überhaupt nichts, weil Segelflugzeuge gar keinen Wind, sondern Aufwind zum Fliegen brauchen.
man in ein Luftloch kommt?
Nichts, denn es gibt keine Luftlöcher, nur Auf- und Abwinde, die das Flugzeug ganz einfach durchfliegt.
kein Aufwind mehr vorhanden ist?
Man landet.
der Flugplatz nicht mehr erreichbar ist?
Dann landet man auf einem geeigneten Feld. Jedes Segelflugzeug ist hierfür konstruiert.
das Schleppseil beim Start reißt?
Hierfür wird in der Ausbildung ein spezielles Verfahren geübt, das jeder Pilot beherrschen muss.
Anschleppen und abheben
Steigflug
In der letzten Phase des Starts lässt der Seilzug, da der Windenfahrer das Gas herausnimmt, nach. Der Pilot drückt nach um das Segeflugzeug in Normalfluglage zu bringen.
Am höchsten Punkt des Schlepps wird das Seil aus der Schleppkupplung (bei den Segelflugzeugen meist automatisch bei ca. 70°) ausgeklinkt. Der Pilot kann sie aber auch jederzeit manuell auslösen. Das Kupplungsstück am Seilende fällt dann an einem kleinen Seilfallschirm herunter, während das Seil von der Winde komplett eingezogen wird.
Endphase, Ausklinken
Im Umfeld der Segelflieger kommen traditionell Schleppseile aus Stahl mit einer Stärke von 4-5 mm und einer Länge von 1.000-1.500 m zum Einsatz. Aktuelle Systeme verfügen heutzutage über Kunststoffseile, was zu einer erheblichen Gewichtsreduzierung und damit zu einer besseren Ausklinkhöhe führt. Außerdem sind die leichteren Kunststoffseile erheblich leichter auszuziehen.

Ein gerissenes Stahlseil wird während des Flugbetriebs zunächst mit speziellen Seilklemmen provisorisch geflickt ("Nagelstelle") und bei der nächsten Gelegenheit durch Spleißen dauerhaft repariert. Auch gerissene Kunststoffseile werden gespleißt. Dies ist jedoch deutlich einfacher als bei den Stahlseilen und mit wenigen Handgriffen möglich.
Seiltypen
In der Regel erfolgt die Kommunikation zwischen Start und Winde per Telefon oder Funk.
Ein übliches Gespräch zwischen diesen Stellen würde lauten:
Startvorgang
Start:
Winde:
Ein (Flugzeugtyp) (Ein-/oder Doppelsitzig) am Seil Startklar; Seil anziehen.
Ein (Flugzeugtyp) (Ein-/oder Doppelsitzig) am Seil ; Seil läuft.
Start:
Seil straff, Seil fertig.
Winde:
Straff, Fertig - Windenfahrer leitet Startvorgang ein.
Winde:
frei.
Start:
frei (Wenn das Flugzeug abgehoben hat)